Greta Thunberg Krankheit – hinter dieser Suchanfrage steckt meist die Frage, ob die schwedische Klimaaktivistin ernsthaft erkrankt ist. Greta Thunberg hat öffentlich erklärt, dass bei ihr Asperger beziehungsweise eine Form von Autismus diagnostiziert wurde. Darüber hinaus sprach sie über eine Zwangsstörung, Depressionen und eine frühere Essstörung.
Allerdings ist eine wichtige Unterscheidung nötig: Autismus gilt nicht einfach als klassische Krankheit, sondern als neurologisch bedingte Entwicklungsbesonderheit. Zudem beschreibt Thunberg ihre autistische Denkweise nicht nur als Herausforderung. Sie betrachtet sie in bestimmten Situationen vielmehr als Stärke, die ihr beim Erkennen politischer Widersprüche geholfen habe.
Greta Thunberg im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Vollständiger Name | Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg |
| Geburtsdatum | 3. Januar 2003 |
| Geburtsort | Stockholm, Schweden |
| Bekannt als | Klima- und Umweltaktivistin |
| Öffentliche Bewegung | Fridays for Future |
| Bekannte Diagnose | Autismus, früher als Asperger-Syndrom bezeichnet |
| Weitere öffentlich genannte Probleme | Zwangsstörung, Depression und frühere Essstörung |
| Beginn des Schulstreiks | August 2018 |
| Bekanntes Buch | „The Climate Book“ |
Welche Krankheit hat Greta Thunberg?
Bei Greta Thunberg wurde nach ihren öffentlichen Aussagen Asperger beziehungsweise Autismus diagnostiziert. Außerdem berichteten sie und ihre Familie über eine Zwangsstörung sowie eine schwere depressive Phase in ihrer Kindheit. Während dieser Zeit aß sie zeitweise kaum noch, sprach nur wenig und besuchte vorübergehend nicht regulär die Schule.
Deshalb bezieht sich der Suchbegriff „Greta Thunberg Krankheit“ auf mehrere unterschiedliche gesundheitliche Themen:
- eine Diagnose aus dem Autismus-Spektrum,
- eine Zwangsstörung,
- eine frühere Depression,
- eine damit verbundene Essstörung beziehungsweise stark eingeschränkte Nahrungsaufnahme.
Diese Begriffe sollten jedoch nicht vermischt werden. Autismus, Depressionen, Zwangsstörungen und Essstörungen sind medizinisch unterschiedliche Erscheinungsbilder.
Greta Thunberg und das Asperger-Syndrom
Greta Thunberg bezeichnete ihre Diagnose über Jahre hinweg selbst als Asperger-Syndrom. Dieser Begriff wurde früher für eine bestimmte Ausprägung von Autismus verwendet. Häufig beschrieb er Menschen ohne erhebliche Einschränkungen der Sprachentwicklung oder Intelligenz, die dennoch Besonderheiten bei sozialer Kommunikation, Interessen und Verhaltensmustern zeigen.
Heute verwenden medizinische Klassifikationen den Begriff zunehmend nicht mehr als eigenständige Diagnose. Stattdessen wird er dem breiteren Begriff Autismus-Spektrum-Störung zugeordnet. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Autismus als eine vielfältige Gruppe von Zuständen, die mit Besonderheiten in der Entwicklung des Gehirns zusammenhängen. Fähigkeiten und Unterstützungsbedarf unterscheiden sich dabei erheblich von Mensch zu Mensch.
Daher ist es genauer zu schreiben: Greta Thunberg ist Autistin beziehungsweise befindet sich im Autismus-Spektrum. Der Begriff Asperger bleibt dennoch relevant, weil sie selbst und ältere Medienberichte diese Bezeichnung verwendeten.
Ist Greta Thunbergs Autismus eine Krankheit?
Die Formulierung „Greta Thunberg Krankheit“ entspricht zwar einer häufigen Google-Suche, ist medizinisch aber nicht ganz präzise. Autismus ist keine vorübergehende Erkrankung wie eine Grippe. Vielmehr handelt es sich um eine lebenslange Form neurologischer Entwicklung.
Autistische Menschen können unter anderem Besonderheiten in diesen Bereichen erleben:
- soziale Kommunikation und Interaktion,
- Verarbeitung von Geräuschen, Licht oder anderen Sinnesreizen,
- Bedürfnis nach geregelten Abläufen,
- intensive oder stark fokussierte Interessen,
- Umgang mit unerwarteten Veränderungen.
Allerdings zeigt nicht jeder Mensch alle Merkmale. Außerdem können die Ausprägungen und der benötigte Unterstützungsumfang sehr verschieden sein. Deshalb lassen sich Greta Thunbergs persönliche Erfahrungen nicht auf alle autistischen Menschen übertragen.
Greta Thunbergs schwierige Kindheit
In einem 2022 veröffentlichten Interview sprach Greta Thunberg offen über ihr früheres Leben. Sie bezeichnete sich rückblickend als ein „seltsames Kind“. Dahinter stand jedoch keine bloße Eigenart. Als sie ungefähr elf Jahre alt war, geriet sie nach öffentlichen Berichten in eine schwere psychische Krise.
Thunberg wurde depressiv, zog sich zurück und sprach zeitweise fast nicht mehr. Zudem nahm sie nur noch sehr wenig Nahrung zu sich. Auch der Schulbesuch bereitete ihr große Schwierigkeiten. Ihre Eltern Malena Ernman und Svante Thunberg beschrieben diese Phase später als enorme Belastung für die gesamte Familie.
Diese Vorgeschichte ist wichtig, weil sie zeigt, dass Thunberg nicht nur mit den Besonderheiten des Autismus lebte. Vor allem die Depression und die Probleme mit dem Essen hatten damals ernsthafte Auswirkungen auf ihre Gesundheit.
Litt Greta Thunberg unter einer Essstörung?
Greta Thunberg und ihre Familie haben öffentlich über eine Phase gesprochen, in der sie fast vollständig aufhörte zu essen. Mehrere Berichte bezeichnen diese Entwicklung als Essstörung. Ihr Vater erklärte außerdem, sie habe während ihrer depressiven Phase kaum gesprochen, nicht mehr regulär die Schule besucht und nur sehr wenig gegessen.
Allerdings sollten Medien daraus keine zusätzliche Diagnose ableiten, die Thunberg selbst nicht genau benannt hat. Seriös lässt sich sagen: Sie litt als Kind unter einer schweren Essproblematik und stark eingeschränkter Nahrungsaufnahme.
Später stabilisierte sich ihr Zustand. Ihr Klimaengagement gab ihr nach eigenen Angaben eine Aufgabe, soziale Kontakte und neuen Lebenssinn. Daraus folgt jedoch nicht, dass Aktivismus allgemein eine medizinische Therapie ersetzen kann.
Greta Thunberg über Depressionen und selektiven Mutismus
Neben Autismus und ihrer Essproblematik wurde bei Thunberg nach eigenen Angaben auch selektiver Mutismus festgestellt. Damit wird eine psychisch bedingte Schwierigkeit bezeichnet, bei der Betroffene in bestimmten Situationen nicht oder nur eingeschränkt sprechen können, obwohl sie grundsätzlich sprechen können.
Thunbergs inzwischen berühmter Satz, sie spreche nur, wenn sie etwas zu sagen habe, wurde häufig mit dieser Erfahrung verbunden. Dennoch darf selektiver Mutismus nicht mit Autismus gleichgesetzt werden. Beide können gemeinsam auftreten, stellen aber keine identische Diagnose dar.
Ihre frühere Depression muss ebenfalls getrennt betrachtet werden. Sie war nach öffentlich bekannten Aussagen besonders ausgeprägt, bevor Thunberg mit ihrem Klimaaktivismus begann. Es gibt dagegen keinen belastbaren Grund, ihren heutigen Gesundheitszustand aus einzelnen Fotos, Reden oder öffentlichen Auftritten abzuleiten.
Warum Greta Thunberg Autismus als Stärke betrachtet
Greta Thunberg hat wiederholt betont, dass sie sich für ihre Diagnose nicht schäme. In einem Interview mit der britischen Ausgabe der Zeitschrift Elle erklärte sie 2022, ihre autistische Denkweise habe ihr geholfen, Widersprüche in der Klimapolitik zu durchschauen.
Sie kritisierte insbesondere die Behauptung, Regierungen bewegten sich mit kleinen Schritten in die richtige Richtung. Aus ihrer Sicht blieben diese Maßnahmen weit hinter dem notwendigen Minimum des Pariser Klimaabkommens zurück. Ihre Diagnose habe ihr geholfen, diese Diskrepanz deutlich zu erkennen.
Thunberg bezeichnete Autismus früher sogar sinngemäß als ihre „Superkraft“. Gemeint war damit nicht, dass Autismus für jeden Menschen ausschließlich positiv sei. Vielmehr wollte sie deutlich machen, dass eine neurologische Besonderheit neben Schwierigkeiten auch individuelle Stärken mit sich bringen kann.
Wie der Klimaaktivismus ihr Leben veränderte
Im August 2018 begann Greta Thunberg im Alter von 15 Jahren vor dem schwedischen Parlament für konsequenteren Klimaschutz zu demonstrieren. Daraus entstand die weltweite Bewegung Fridays for Future.
Das Engagement veränderte ihr Leben stark. Zuvor hatte sie sich nach eigenen Schilderungen isoliert gefühlt und nur wenige soziale Kontakte gehabt. Durch den Aktivismus fand sie eine Aufgabe und begegnete Menschen mit ähnlichen Überzeugungen.
In Interviews erklärte sie zudem, dass sie heute offener mit ihrer Diagnose umgehen könne. Als Kind hätte es ihr geholfen, wenn andere Menschen ebenfalls offen über Autismus gesprochen hätten. Deshalb sieht sie keinen Grund, ihre Diagnose zu verstecken.
Ist Greta Thunberg heute noch krank?
Eine zuverlässige Aussage über Greta Thunbergs aktuellen psychischen oder körperlichen Gesundheitszustand ist von außen nicht möglich. Sie tritt weiterhin öffentlich auf und engagiert sich politisch. Daraus lässt sich jedoch weder vollständige Gesundheit noch eine aktuelle Erkrankung ableiten.
Autismus begleitet einen Menschen lebenslang. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Person ständig krank oder behandlungsbedürftig ist. Unterstützungsbedarf und Belastungen können sich im Laufe des Lebens verändern.
Für eine gegenwärtige schwere Depression, aktive Essstörung oder andere akute Erkrankung Thunbergs sollte man ohne eine aktuelle öffentliche Aussage keine Behauptung aufstellen. Ältere gesundheitliche Probleme dürfen ebenfalls nicht automatisch als heutiger Zustand dargestellt werden.
Häufige Fehlinformationen über Greta Thunbergs Krankheit
Im Internet kursieren zahlreiche Spekulationen über Greta Thunbergs Aussehen, ihre Körpersprache und ihre Art zu sprechen. Solche Beobachtungen ersetzen keine medizinische Diagnose.
Besonders folgende Behauptungen sind irreführend:
- Asperger sei eine geistige Behinderung.
- Alle autistischen Menschen verhielten sich gleich.
- Thunbergs politische Ansichten seien ein Symptom ihrer Diagnose.
- Eine frühere Depression bedeute, dass sie heute weiterhin depressiv sei.
- Autismus könne anhand eines Videos oder Fotos beurteilt werden.
- Thunberg sei wegen ihrer Diagnose nicht in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen.
Autismus sagt grundsätzlich nichts darüber aus, ob die politischen Überzeugungen einer Person richtig oder falsch sind. Thunbergs Aussagen zum Klima sollten anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und sachlicher Argumente bewertet werden – nicht anhand ihrer Diagnose.
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FAQ zu Greta Thunberg Krankheit
Greta Thunberg hat öffentlich erklärt, dass bei ihr Autismus – früher als Asperger-Syndrom bezeichnet – sowie eine Zwangsstörung diagnostiziert wurden. Außerdem litt sie als Kind unter Depressionen und schweren Essproblemen.
Ja. Greta Thunberg spricht selbst offen darüber, dass sie sich im Autismus-Spektrum befindet. In älteren Berichten und eigenen Aussagen verwendete sie häufig die Bezeichnung Asperger-Syndrom.
Bei Greta Thunberg wurde eine damals als Asperger-Syndrom bezeichnete Form von Autismus diagnostiziert. In aktuellen medizinischen Klassifikationen wird Asperger überwiegend nicht mehr als eigenständige Diagnose geführt, sondern dem Autismus-Spektrum zugeordnet.
Ja. Nach ihren eigenen Aussagen und Berichten ihrer Familie litt sie ungefähr im Alter von elf Jahren unter einer schweren depressiven Phase. Damals zog sie sich zurück, sprach kaum und aß nur sehr wenig.
Thunberg und ihre Familie berichteten über eine schwere Phase, in der sie fast vollständig aufhörte zu essen. Medien bezeichnen diese Zeit häufig als Essstörung. Über eine heute bestehende Essstörung gibt es jedoch keine bestätigte aktuelle Information.
Thunberg spricht offen über die damit verbundenen Schwierigkeiten, betrachtet ihre autistische Denkweise aber zugleich als Stärke. Sie erklärte, diese habe ihr geholfen, politische Widersprüche und unzureichende Klimaschutzmaßnahmen klarer zu erkennen.
Fazit: Was bei Greta Thunbergs Krankheit wirklich bekannt ist
Greta Thunberg lebt mit Autismus, der bei ihr zunächst als Asperger-Syndrom bezeichnet wurde. Außerdem sprach sie über eine diagnostizierte Zwangsstörung sowie eine frühere Phase mit Depressionen, starkem Rückzug und erheblichen Essproblemen.
Den Autismus selbst betrachtet Thunberg nicht ausschließlich als Krankheit oder Schwäche. Vielmehr sagt sie, ihre besondere Denkweise habe ihr geholfen, Widersprüche klar zu erkennen und sich intensiv mit der Klimakrise auseinanderzusetzen.
Für eine seriöse Berichterstattung gilt deshalb: Ihre früheren psychischen Belastungen dürfen nicht verharmlost werden. Gleichzeitig sollte ihre Autismus-Diagnose weder stigmatisiert noch zur Erklärung ihrer gesamten Persönlichkeit und politischen Arbeit benutzt werden.
