Welche Krankheit hat Molly Sue? Wie stark beeinflussen ihre Diagnosen den Alltag? Und warum verarbeitet sie ihre gesundheitlichen Erfahrungen in dem Song „Optimist (Ha Ha Ha)“? Die Sängerin Molly Sue Horn lebt mit mehreren chronischen Erkrankungen, die für Außenstehende häufig nicht erkennbar sind.
Bei der Musikerin wurden das Ehlers-Danlos-Syndrom, Endometriose und Adenomyose festgestellt. Nach eigenen Angaben verursachen die Erkrankungen unter anderem starke Schmerzen, körperliche Schwäche und Ohnmachtsanfälle. Trotzdem verfolgt Molly Sue ihre musikalische Karriere und spricht offen über ihre Beschwerden.
Mit „Optimist (Ha Ha Ha)“ wollte die Sängerin aus Laboe beim deutschen ESC-Vorentscheid 2026 auf unsichtbare Krankheiten aufmerksam machen. Der autobiografische Song erzählt davon, dass ein Lächeln nicht automatisch bedeutet, dass es einem Menschen körperlich oder seelisch gut geht.
Molly Sue Krankheit im Überblick
| Information | Angabe |
| Vollständiger Name | Molly Sue Horn |
| Alter im Jahr 2026 | 25 Jahre |
| Herkunft | Laboe, Schleswig-Holstein |
| Bekannte Erkrankungen | Ehlers-Danlos-Syndrom, Endometriose und Adenomyose |
| Erste schwere Beschwerden | Hüftschädigung mit 15 Jahren festgestellt |
| Endometriose und Adenomyose | Diagnose 2020 |
| Ehlers-Danlos-Syndrom | Diagnose 2024 |
| Genannte Beschwerden | Schmerzen, Schwäche und Ohnmachtsanfälle |
| Behandlung | Operation, Hormontherapie und Schmerztherapie |
| ESC-Song | „Optimist (Ha Ha Ha)“ |
| Botschaft | Unsichtbare Krankheiten sichtbar machen |
Welche Krankheit hat Molly Sue?
Molly Sue lebt nicht nur mit einer, sondern mit mehreren chronischen Erkrankungen. Besonders bekannt sind drei Diagnosen:
- Ehlers-Danlos-Syndrom, kurz EDS
- Endometriose
- Adenomyose
Diese Erkrankungen betreffen unterschiedliche Bereiche des Körpers. Trotzdem können sich ihre Auswirkungen überschneiden. Schmerzen, Erschöpfung und Einschränkungen im Alltag spielen dabei eine wichtige Rolle.
Molly Sue erklärte gegenüber BILD, dass ihre Krankheiten ihr Leben zu einem täglichen Kampf machten. Sie berichtete von extremen Schmerzen, körperlicher Schwäche und Ohnmachtsanfällen. Gleichzeitig bezeichnet sie ihre Musik als Ventil und Kraftquelle.
Chronische Erkrankungen verlaufen jedoch bei jedem Menschen anders. Die öffentlich bekannten Erfahrungen von Molly Sue lassen sich deshalb nicht automatisch auf alle Personen mit EDS, Endometriose oder Adenomyose übertragen.
Molly Sue leidet am Ehlers-Danlos-Syndrom
Im Jahr 2024 erhielt Molly Sue die Diagnose Ehlers-Danlos-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine Gruppe genetisch bedingter Bindegewebserkrankungen.
Das Bindegewebe stabilisiert unter anderem Gelenke, Haut, Blutgefäße und verschiedene Organe. Bei Menschen mit EDS ist diese Struktur verändert. Welche Beschwerden auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, hängt vom jeweiligen Typ der Erkrankung ab.
Bei Molly Sue stehen laut den Medienberichten vor allem instabile und überbewegliche Gelenke im Vordergrund. Diese können sich leichter verschieben oder auskugeln. Das kann Schmerzen verursachen und alltägliche Bewegungen erschweren.
Bereits mit 15 Jahren wurde bei der Sängerin eine schwere Schädigung der Hüfte festgestellt. Damals soll sogar die Möglichkeit im Raum gestanden haben, dass sie später auf einen Rollstuhl angewiesen sein könnte. Eine eindeutige EDS-Diagnose bekam sie allerdings erst viele Jahre später.
Warum wurde EDS bei Molly Sue erst spät erkannt?
Das Ehlers-Danlos-Syndrom kann schwer zu diagnostizieren sein. Viele mögliche Symptome wie Gelenkschmerzen, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme kommen auch bei anderen Erkrankungen vor. Außerdem existieren verschiedene EDS-Typen, die sich in ihren Ursachen und Beschwerden unterscheiden.
Bei Molly Sue lagen zwischen der festgestellten Hüftschädigung im Jugendalter und der EDS-Diagnose im Jahr 2024 mehrere Jahre. Welche medizinischen Untersuchungen letztlich zur Diagnose führten und welcher genaue EDS-Typ bei ihr festgestellt wurde, ist öffentlich nicht bekannt.
Daher sollte nicht spekuliert werden, ob sämtliche Beschwerden der Sängerin ausschließlich auf EDS zurückgehen.
Endometriose bei Molly Sue
Neben EDS lebt Molly Sue mit Endometriose. Die Erkrankung wurde bei ihr 2020 festgestellt. Laut BILD befand sie sich bei der Diagnose bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.
Bei Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Solche Herde können sich beispielsweise an den Eierstöcken, am Bauchfell oder an anderen Stellen im Beckenraum befinden. Das Gewebe kann Entzündungen, Verwachsungen und starke Schmerzen auslösen.
Typische Beschwerden können sein:
- starke Schmerzen während der Menstruation
- chronische Schmerzen im Unterbauch
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- Erschöpfung
- Schwierigkeiten, schwanger zu werden
Nicht jede betroffene Person entwickelt alle diese Symptome. Auch die Stärke der Schmerzen sagt nicht immer zuverlässig aus, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat.
Molly Sue berichtet vor allem von anhaltenden Unterleibsschmerzen. Mit ihrer Musik und ihrer öffentlichen Geschichte möchte sie dazu beitragen, Endometriose bekannter zu machen.
Molly Sue Krankheit: Was ist Adenomyose?
Zusätzlich zur Endometriose wurde bei Molly Sue Adenomyose diagnostiziert. Beide Erkrankungen hängen mit gebärmutterschleimhautähnlichem Gewebe zusammen, treten aber an unterschiedlichen Stellen auf.
Bei der Adenomyose wächst entsprechendes Gewebe in die Muskelwand der Gebärmutter hinein. Dadurch kann sich die Gebärmutter vergrößern. Häufig kommt es zu schmerzhaften oder starken Monatsblutungen sowie zu dauerhaften Beschwerden im Unterbauch.
Endometriose und Adenomyose können einzeln oder gemeinsam auftreten. Bei Molly Sue wurden beide Erkrankungen im Jahr 2020 festgestellt.
Die Sängerin erklärte, dass die Adenomyose ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen könne. Ob sie persönlich einen Kinderwunsch hat oder wie ihre individuelle medizinische Prognose aussieht, ist nicht öffentlich bekannt. Allgemeine mögliche Folgen einer Erkrankung sollten deshalb nicht mit einer bestätigten persönlichen Diagnose von Unfruchtbarkeit verwechselt werden.
Wie wird Molly Sue behandelt?
Nach ihren öffentlich bekannten Angaben erhält Molly Sue eine Kombination aus Schmerz- und Hormontherapie. Außerdem wurde sie bereits operiert.
Ihr wurde eine Hormonspirale eingesetzt. Diese soll die Regelblutung unterdrücken und dadurch menstruationsbedingte Beschwerden verringern. Hormonelle Behandlungen können bei Endometriose und Adenomyose das Wachstum beziehungsweise die Aktivität der betroffenen Gewebestrukturen bremsen. Sie heilen die Erkrankungen jedoch nicht grundsätzlich.
Welche Medikamente Molly Sue genau verwendet und welche Operation sie durchführen ließ, wurde nicht näher erläutert. Diese medizinischen Einzelheiten gehören zu ihrer Privatsphäre.
Grundsätzlich richtet sich die Behandlung von Endometriose und Adenomyose nach mehreren Faktoren. Dazu gehören die Stärke der Beschwerden, das Alter, bisherige Therapien und ein möglicher Kinderwunsch. Entscheidungen über Medikamente oder Eingriffe müssen immer individuell mit medizinischem Fachpersonal getroffen werden.
Wie beeinflussen die Krankheiten Molly Sues Alltag?
Molly Sues Erkrankungen sind von außen nicht unbedingt sichtbar. Die Sängerin wird nach eigener Darstellung häufig als fröhlicher und positiver Mensch wahrgenommen. Viele seien deshalb überrascht, wenn sie von ihren Schmerzen und Diagnosen erfahren.
Genau darin liegt die zentrale Botschaft ihres Songs: Ein Mensch kann lächeln, leistungsfähig wirken und trotzdem mit schweren Beschwerden kämpfen.
Molly Sue nennt mehrere Folgen ihrer Krankheiten:
- extreme Schmerzen
- körperliche Schwäche
- Ohnmachtsanfälle
- Einschränkungen bei alltäglichen Aktivitäten
- anstrengende Behandlungen
- emotionale Belastungen
Selbst der Dreh ihres Musikvideos wurde zu einer besonderen Herausforderung. Teile davon entstanden bei eisigen Temperaturen am Strand von Laboe. Laut NDR herrschten dort minus sieben Grad; durch starke Windböen fühlte es sich noch deutlich kälter an.
Trotzdem bestand Molly Sue auf dem Drehort. Laboe bedeutet für sie Heimat und vermittelt ihr nach eigener Aussage ein Gefühl von Wärme und Sicherheit.
„Optimist“ erzählt von Molly Sues Krankheit
„Optimist (Ha Ha Ha)“ ist eine Power-Pop-Ballade mit autobiografischem Hintergrund. Der Titel bezieht sich auf den Gegensatz zwischen Molly Sues positiver Ausstrahlung und ihren nicht sichtbaren gesundheitlichen Problemen.
Der Song zeigt, dass Optimismus und Krankheit nebeneinander bestehen können. Eine lebensfrohe Wirkung bedeutet nicht, dass jemand keine Schmerzen hat. Gleichzeitig muss eine chronische Erkrankung nicht die gesamte Persönlichkeit eines Menschen bestimmen.
Molly Sue möchte mit dem Lied Menschen erreichen, die ähnliche Erfahrungen machen. Dafür nutzt sie ihre eigene Gefühlswelt, ohne ihre Geschichte ausschließlich als Leidensgeschichte zu erzählen.
Im Musikvideo erhielten auch andere Frauen eine Bühne. Molly Sue hatte über Instagram, TikTok und NDR 1 Welle Nord dazu aufgerufen, Erfahrungen mit Krankheiten, Behinderungen oder Narben zu teilen. Nach dem Dreh am Strand traf sie mehrere Teilnehmerinnen in einem Studio in Kiel.
Die Begegnungen waren für die Sängerin emotional. Sie zeigte sich dankbar dafür, dass die Frauen ihre persönlichen Geschichten öffentlich erzählten. Damit wurde das Video zu einem Gemeinschaftsprojekt über Sichtbarkeit und gegenseitiges Verständnis.
Molly Sue sammelte früh Castingshow-Erfahrung
Molly Sue war bereits lange vor ihrem ESC-Beitrag im Fernsehen zu sehen. Im Jahr 2015 nahm sie mit 14 Jahren an „The Voice Kids“ teil. Dort gehörte sie zum Team von Lena Meyer-Landrut und erreichte das Halbfinale.
Die Verbindung zum Eurovision Song Contest ist besonders: Lena Meyer-Landrut gewann den Wettbewerb 2010 mit „Satellite“ für Deutschland. Molly Sue erklärte später, dass sie gerne in die Fußstapfen ihrer damaligen Mentorin treten würde.
Rund drei Jahre nach „The Voice Kids“ versuchte sie ihr Glück bei „Deutschland sucht den Superstar“. Auch ihre Familie begleitete und unterstützte sie bei den Castings. Besonders eng ist laut NDR ihr Verhältnis zu ihrer Schwester Lilli. Ihre Mutter Franziska äußerte sich ebenfalls öffentlich über den Mut ihrer Tochter.
Warum spricht Molly Sue öffentlich über ihre Krankheiten?
Mit ihrer Offenheit verfolgt Molly Sue ein klares Ziel: Sie will chronische und unsichtbare Krankheiten stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Betroffene erleben häufig, dass ihre Beschwerden unterschätzt werden. Wenn Schmerzen, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme nicht sichtbar sind, entstehen schnell Missverständnisse. Ein gesundes Aussehen ist jedoch kein zuverlässiger Beleg für tatsächliche Beschwerdefreiheit.
Molly Sues Geschichte verbindet mehrere wichtige Themen:
- einen langen Weg bis zur Diagnose
- das Leben mit chronischen Schmerzen
- die geringe Sichtbarkeit bestimmter Erkrankungen
- mögliche Vorurteile gegenüber Betroffenen
- Musik als Ausdrucksform und emotionale Unterstützung
Dabei präsentiert sie sich nicht nur als Patientin. Sie ist in erster Linie Sängerin und Songwriterin, die persönliche Erfahrungen in ihrer Musik verarbeitet.
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Häufige Fragen zu Molly Sues Krankheit
Molly Sue Horn lebt mit dem Ehlers-Danlos-Syndrom sowie mit Endometriose und Adenomyose. Alle drei Erkrankungen sind chronisch.
Gesundheitliche Probleme begleiten sie laut BILD seit ihrer Kindheit. Mit 15 Jahren wurde eine schwere Hüftschädigung festgestellt. Endometriose und Adenomyose wurden 2020 diagnostiziert, das Ehlers-Danlos-Syndrom 2024.
Die Sängerin berichtet von extremen Schmerzen, körperlicher Schwäche, Ohnmachtsanfällen und starken Unterleibsschmerzen. Wie häufig die Beschwerden auftreten, ist nicht öffentlich bekannt.
Die bei ihr genannten Erkrankungen gelten als chronisch. Behandlungen können Beschwerden lindern und den Alltag erleichtern, beseitigen die zugrunde liegenden Erkrankungen aber nicht ohne Weiteres.
Molly Sue erklärte, dass die Adenomyose ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen könne. Ob bei ihr tatsächlich eine Unfruchtbarkeit festgestellt wurde, ist nicht bekannt. Darüber sollte nicht spekuliert werden.
Der Song handelt von unsichtbaren Krankheiten. Er zeigt, dass Menschen positiv und lebensfroh wirken können, obwohl sie Schmerzen haben oder mit schweren inneren Belastungen leben.
Fazit
Molly Sue Horn lebt mit dem Ehlers-Danlos-Syndrom, Endometriose und Adenomyose. Die Erkrankungen führen nach ihren eigenen Angaben zu starken Schmerzen, körperlicher Schwäche, Ohnmachtsanfällen und deutlichen Einschränkungen im Alltag.
Endometriose und Adenomyose wurden 2020 festgestellt. Die Diagnose Ehlers-Danlos-Syndrom folgte 2024, obwohl bereits im Jugendalter eine schwere Hüftschädigung bekannt war. Behandelt wird Molly Sue unter anderem mit Schmerz- und Hormontherapien; außerdem wurde sie bereits operiert.
Mit „Optimist (Ha Ha Ha)“ macht sie ihre Erfahrungen zum Thema ihrer Musik. Ihre wichtigste Botschaft lautet: Nicht jede Krankheit ist sichtbar, und hinter einem Lächeln können Schmerzen und innere Kämpfe verborgen bleiben.
