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    Home » Windrose Krankheit: Symptome, Ursachen & Behandlung 2026
    Gesundheit

    Windrose Krankheit: Symptome, Ursachen & Behandlung 2026

    BerlinperfektBy BerlinperfektAugust 17, 2026No Comments9 Mins Read
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    windrose krankheit
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    Die Windrose Krankheit ist kein eigenständiger medizinischer Fachbegriff. Wer nach „Windrose Krankheit“ sucht, meint in aller Regel die Wundrose, medizinisch Erysipel genannt. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion der Haut und der oberflächlichen Lymphgefäße. Sie kann sich innerhalb kurzer Zeit durch eine schmerzhafte Schwellung und Hautveränderung bemerkbar machen und sollte ärztlich behandelt werden.

    Medizinisch wird die Wundrose unter dem ICD-10-Code A46 geführt. Typische Beschwerden sind eine schmerzhafte, warme und geschwollene Hautstelle. Zusätzlich können Fieber, Schüttelfrost und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auftreten.

    MerkmalInformation
    Richtiger NameWundrose
    Medizinischer BegriffErysipel
    ICD-10-CodeA46
    UrsacheBakterielle Infektion
    Häufige ErregerVor allem Streptokokken
    Häufig betroffene StellenUnterschenkel und Füße, teilweise Gesicht
    Typische SymptomeSchwellung, Schmerzen, Wärme, Hautveränderung, Fieber
    BehandlungAntibiotika
    Ansteckend?In der Regel nein
    Rückfälle möglich?Ja
    Ärztliche Behandlung nötig?Ja

    Was ist die Windrose Krankheit eigentlich?

    Unter der Windrose Krankheit wird meistens die Wundrose beziehungsweise das Erysipel verstanden. Der Ausdruck „Windrose“ ist medizinisch nicht die übliche Bezeichnung.

    Eine Wundrose entsteht, wenn Bakterien durch eine geschädigte Stelle der Haut in den Körper gelangen. Selbst sehr kleine Hautverletzungen können dafür ausreichen. Anschließend entwickelt sich eine Entzündung der oberen Hautschichten und der dort verlaufenden Lymphgefäße.

    Die Wundrose unterscheidet sich von einer Phlegmone. Während das Erysipel hauptsächlich oberflächliche Hautschichten betrifft, reicht eine Phlegmone tiefer in das Gewebe hinein. Bei rechtzeitiger Behandlung heilen beide Erkrankungen normalerweise ohne bleibende Folgen aus.

    Windrose Krankheit: Welche Symptome sind typisch?

    Die Windrose Krankheit beziehungsweise Wundrose entwickelt oft ein charakteristisches Erscheinungsbild.

    Zu den möglichen Symptomen gehören:

    • schmerzhafte Schwellung der Haut
    • deutlich überwärmte Haut
    • relativ scharf begrenzte Hautveränderung
    • bei heller Haut häufig eine hellrote, glänzende Rötung
    • zungenförmige Ausläufer der Entzündung
    • Druckempfindlichkeit
    • geschwollene Lymphknoten
    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • allgemeines Krankheitsgefühl
    • bei schweren Formen Blasenbildung

    Besonders häufig befindet sich ein Erysipel am Fuß oder Unterschenkel. Die Erkrankung kann allerdings grundsätzlich auch an anderen Körperstellen vorkommen. Befindet sie sich im Gesicht, wird teilweise von einer Gesichtsrose gesprochen.

    Bei dunklerer Haut kann die typische Rötung deutlich weniger auffällig sein. Deshalb sollte eine Wundrose nicht allein anhand der sichtbaren Hautfarbe beurteilt werden. Schmerzen, Wärme, Schwellung und das allgemeine Krankheitsgefühl sind ebenfalls wichtige Hinweise.

    Windrose Krankheit im Gesicht

    Auch das Gesicht kann von einem Erysipel betroffen sein. Eine solche Gesichtsrose sollte medizinisch besonders ernst genommen werden.

    Das IQWiG weist darauf hin, dass schwere Komplikationen insgesamt selten sind. Sehr selten können bakterielle Infektionen im Gesichtsbereich jedoch beispielsweise mit einer Hirnhautentzündung oder einem Blutgerinnsel in Hirngefäßen einhergehen.

    Deshalb gilt: Eine sich rasch ausbreitende schmerzhafte Hautentzündung im Gesicht gehört ärztlich abgeklärt.

    Was verursacht die Windrose Krankheit?

    Häufig werden Wundrosen durch Streptokokken ausgelöst. Auch andere Bakterien können beteiligt sein.

    Die Erreger gelangen über eine sogenannte Eintrittspforte durch die natürliche Schutzbarriere der Haut.

    Diese Eintrittspforte muss nicht groß sein. Manchmal handelt es sich lediglich um einen winzigen Hautriss, den Betroffene selbst kaum bemerken.

    Mögliche Auslöser und Eintrittspforten sind:

    • kleine Verletzungen
    • offene Wunden
    • Geschwüre
    • Fußpilz
    • Neurodermitis
    • andere Hauterkrankungen
    • Nadelstiche
    • Insektenstiche
    • Tierbisse
    • Operationswunden

    Damit erklärt sich auch, warum eine Wundrose besonders häufig an Füßen und Beinen entsteht. Kleine Hautschäden zwischen den Zehen oder durch Fußpilz können Bakterien eine Eintrittsmöglichkeit bieten.

    Wer hat ein erhöhtes Risiko?

    Nicht jeder Mensch hat das gleiche Risiko für ein Erysipel.

    Bestimmte Erkrankungen und körperliche Bedingungen können die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Hautinfektion erhöhen. Dazu gehören unter anderem:

    • Diabetes
    • starkes Übergewicht
    • Venenschwäche
    • Durchblutungsstörungen
    • Störungen des Lymphabflusses
    • geschwächtes Immunsystem
    • bestimmte immunsuppressive Medikamente
    • bestimmte Krebsbehandlungen
    • Kortisonbehandlung
    • bereits früher aufgetretene Wundrose

    Besonders wichtig ist der letzte Punkt: Wer bereits einmal ein Erysipel hatte, besitzt ein erhöhtes Risiko für weitere Episoden.

    Ist die Windrose Krankheit ansteckend?

    Eine häufige Frage lautet: Ist die Windrose Krankheit ansteckend?

    Nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen sind Wundrose und Phlegmone nicht ansteckend.

    Die Erkrankung entsteht normalerweise dadurch, dass Bakterien über eine geschädigte Hautbarriere in das eigene Gewebe gelangen.

    Das bedeutet jedoch nicht, dass Hygiene unwichtig ist. Wunden sollten grundsätzlich sauber gehalten und mögliche Eintrittspforten wie Fußpilz behandelt werden.

    Ist die Windrose Krankheit dasselbe wie Gürtelrose?

    Nein.

    Wundrose und Gürtelrose sind zwei unterschiedliche Erkrankungen.

    Die Wundrose beziehungsweise das Erysipel ist eine bakterielle Hautinfektion.

    Die Gürtelrose hingegen wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht. Trotz der ähnlichen Bezeichnungen haben die beiden Erkrankungen also unterschiedliche Ursachen und benötigen unterschiedliche Behandlungen. Das IQWiG weist ausdrücklich auf diese Abgrenzung hin.

    Wie stellt der Arzt eine Windrose Krankheit fest?

    Ärztinnen und Ärzte können ein Erysipel häufig bereits anhand des typischen Erscheinungsbildes und der Beschwerden erkennen.

    Wichtig sind beispielsweise:

    • Aussehen und Begrenzung der Hautveränderung
    • Schmerzen
    • Schwellung
    • Wärme
    • Fieber
    • Vorerkrankungen
    • mögliche Hautverletzungen oder Eintrittspforten

    Weitere Untersuchungen sind nicht bei jedem Patienten erforderlich.

    In bestimmten Situationen kann beispielsweise Wundflüssigkeit untersucht werden, um den verantwortlichen Erreger genauer festzustellen. Das kann unter anderem für die Auswahl des Antibiotikums relevant sein.

    Windrose Krankheit: Wie erfolgt die Behandlung?

    Die wichtigste Behandlung der Windrose Krankheit beziehungsweise des Erysipels sind Antibiotika.

    Bei leichteren Verläufen können Antibiotika als Tabletten ausreichend sein. Bei schwereren Infektionen kann eine intravenöse Behandlung notwendig werden. Dann werden die Medikamente über einen Zugang direkt in die Vene gegeben.

    Welches Antibiotikum eingesetzt wird, hängt unter anderem vom vermuteten beziehungsweise nachgewiesenen Krankheitserreger sowie von der individuellen Situation des Patienten ab.

    Deshalb sollte niemand ein vorhandenes Antibiotikum auf eigene Faust einnehmen oder eine frühere Behandlung einfach wiederholen.

    Zusätzliche Maßnahmen bei der Windrose Krankheit

    Neben dem Antibiotikum können weitere Maßnahmen Beschwerden lindern.

    Je nach Situation kommen beispielsweise infrage:

    • Schonung
    • Hochlagern des betroffenen Beins
    • Kühlung der Schwellung
    • antiseptische feuchte Umschläge
    • ärztlich geeignete Schmerz- und Fiebermittel

    Bei einer Wundrose am Bein oder Fuß wird häufig empfohlen, die betroffene Extremität hochzulagern. Bei einer Infektion im Gesicht kann es sinnvoll sein, Sprechen und Kauen möglichst einzuschränken.

    Die konkrete Behandlung gehört jedoch in ärztliche Hände.

    Warum wird die Rötung manchmal mit einem Stift markiert?

    Bei einer Wundrose kann medizinisches Personal die Grenze der entzündeten Haut mit einem Stift markieren.

    Das hat einen einfachen Grund: Dadurch lässt sich beobachten, ob die Entzündung kleiner wird oder sich weiter ausbreitet.

    Geht die Hautveränderung unter der Therapie zurück, spricht dies für einen Behandlungserfolg. Breitet sie sich dagegen weiter aus, kann eine erneute medizinische Beurteilung notwendig sein.

    Welche Komplikationen kann eine Windrose Krankheit verursachen?

    Eine rechtzeitig behandelte Wundrose heilt meistens ohne bleibende Schäden aus. Unbehandelt kann eine bakterielle Hautinfektion jedoch schwerwiegender werden.

    Zu möglichen Komplikationen gehören unter anderem:

    • Abszesse
    • Schädigung der Lymphgefäße
    • Lymphödem
    • wiederkehrende Infektionen
    • Ausbreitung der Bakterien in die Blutbahn
    • Sepsis

    Lebensbedrohliche Komplikationen sind laut IQWiG selten. Trotzdem sollte die Erkrankung nicht unterschätzt werden.

    Wann wird die Windrose Krankheit zum Notfall?

    Besondere Aufmerksamkeit ist notwendig, wenn sich der Allgemeinzustand deutlich verschlechtert.

    Das IQWiG nennt als mögliche Warnzeichen eines ernsten Verlaufs:

    • starke Schmerzen
    • Fieber
    • kalten Schweiß
    • Blässe
    • Übelkeit
    • stark beschleunigte Atmung
    • Herzrasen
    • Benommenheit
    • Verwirrtheit oder andere Bewusstseinsstörungen

    Bei solchen Anzeichen sollte sofort medizinische Notfallhilfe gerufen werden.

    Kann die Windrose Krankheit wiederkommen?

    Ja. Rückfälle sind bei einer Wundrose keine Seltenheit.

    Nach Angaben von gesund.bund.de beziehungsweise dem IQWiG erkrankt ungefähr ein Drittel der Menschen nach einer bereits durchgemachten Wundrose erneut.

    Ein Grund besteht darin, dass eine Wundrose das Lymphsystem beeinträchtigen kann. Gleichzeitig bleiben mögliche Eintrittspforten wie Fußpilz, chronische Wunden oder Hauterkrankungen manchmal bestehen.

    Damit kann ein Kreislauf entstehen:

    Hautschaden → bakterielle Infektion → Schädigung der Lymphgefäße → höheres Risiko für eine weitere Infektion.

    Deshalb ist die Vorbeugung nach einer ersten Wundrose besonders wichtig.

    Wie lässt sich einer erneuten Windrose Krankheit vorbeugen?

    Entscheidend ist vor allem, mögliche Eintrittspforten für Bakterien zu beseitigen.

    Hilfreich können sein:

    • Fußpilz konsequent behandeln
    • Neurodermitis und andere Hauterkrankungen behandeln lassen
    • Hautverletzungen vermeiden
    • kleine Wunden sorgfältig versorgen
    • auf gute Fußhygiene achten
    • Haut regelmäßig kontrollieren
    • Diabetes möglichst gut einstellen lassen
    • Durchblutungs- und Lymphprobleme medizinisch behandeln lassen

    Bei Menschen, die wiederholt bakterielle Hautinfektionen entwickeln, kann eine Ärztin oder ein Arzt außerdem eine längerfristige vorbeugende Antibiotikabehandlung erwägen. Eine solche Therapie kann sich über mehrere Monate erstrecken und darf ausschließlich ärztlich geplant werden.

    Windrose Krankheit oder Wundrose – wie lautet der richtige Name?

    Wer im Internet nach „Windrose Krankheit“ sucht, sollte wissen: Die medizinisch etablierte Bezeichnung lautet Wundrose beziehungsweise Erysipel.

    „Windrose“ bezeichnet normalerweise etwas anderes und ist keine eigenständige medizinische Diagnose.

    Für Arztgespräche und die Suche nach verlässlichen Gesundheitsinformationen sind daher vor allem diese Begriffe hilfreich:

    Wundrose – Erysipel – ICD-10 A46.

    So lässt sich vermeiden, die Erkrankung mit Gürtelrose oder anderen Hautproblemen zu verwechseln.

    Mehr lesen: Juliette Schoppmann Ehemann: Sie ist mit Tahnee verheiratet

    Häufig gestellte Fragen zur Windrose Krankheit

    Was ist die Windrose Krankheit?

    Mit Windrose Krankheit ist meistens die Wundrose gemeint. Der medizinische Fachbegriff lautet Erysipel. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphgefäße.

    Wie sieht die Windrose Krankheit aus?

    Typisch sind eine schmerzhafte, warme und geschwollene Hautstelle sowie eine relativ scharfe Begrenzung der Entzündung. Bei heller Haut kann sie hellrot und glänzend erscheinen. Auf dunkler Haut ist eine Rötung mitunter deutlich schwieriger zu erkennen.

    Welche Bakterien verursachen die Windrose Krankheit?

    Eine Wundrose wird häufig von Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken verursacht. Die Erreger gelangen meist über kleine Verletzungen oder andere Hautschäden in das Gewebe.

    Ist die Windrose Krankheit gefährlich?

    Bei früher Behandlung heilt eine Wundrose meistens ohne Folgen aus. Unbehandelt sind jedoch Komplikationen möglich. Selten können Bakterien beispielsweise in die Blutbahn gelangen und eine Sepsis verursachen.

    Ist die Windrose Krankheit ansteckend?

    Nein. Nach Angaben des IQWiG gelten Wundrose und Phlegmone nicht als ansteckend.

    Ist die Windrose Krankheit dasselbe wie Gürtelrose?

    Nein. Die Wundrose ist eine bakterielle Infektion. Gürtelrose wird dagegen durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst.

    Wie wird die Windrose Krankheit behandelt?

    Die Wundrose wird mit Antibiotika behandelt. Bei leichteren Verläufen können Tabletten eingesetzt werden, bei schwereren Infektionen kann eine intravenöse Therapie notwendig sein.

    Kann eine Windrose Krankheit wiederkommen?

    Ja. Rund ein Drittel der Menschen, die bereits eine Wundrose hatten, entwickelt laut IQWiG erneut eine entsprechende Infektion. Deshalb ist die Behandlung von Risikofaktoren wie Fußpilz oder anderen Hautschäden wichtig.

    Welcher ICD-Code gehört zur Windrose Krankheit?

    Die Wundrose beziehungsweise das Erysipel wird unter ICD-10 A46 geführt.

    Fazit: Die Windrose Krankheit sollte früh behandelt werden

    Hinter dem Suchbegriff Windrose Krankheit steckt in der Regel die Wundrose beziehungsweise das Erysipel. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphgefäße.

    Typisch sind eine schmerzhafte Schwellung, Überwärmung und deutlich veränderte Haut sowie häufig Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika und sollte frühzeitig begonnen werden.

    Besonders wichtig ist zudem die Suche nach möglichen Eintrittspforten wie Fußpilz, kleinen Wunden oder anderen Hautschäden. Dadurch lässt sich das Risiko für erneute Erkrankungen reduzieren.

    Wer eine schnell zunehmende schmerzhafte Hautentzündung, Fieber oder ein deutliches Krankheitsgefühl bemerkt, sollte die Beschwerden ärztlich beurteilen lassen. Bei starken Schmerzen, Kreislaufproblemen, schneller Atmung, Herzrasen, Verwirrtheit oder anderen Zeichen einer schweren Infektion ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

    Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle medizinische Behandlung.

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